Statistische Untersuchungen zur kombinatorischen Struktur von Riechkolbenaktivitätsmustern bei Ratten
INB Lunch-Seminar
Statistische Untersuchungen zur kombinatorischen Struktur
von Riechkolbenaktivitätsmustern bei Ratten
Marianne Jacob
2004 erhielten Richard Axel und Linda Buck den Nobelpreis für Medizin und Physiologie für die Entdeckung einer Genfamilie, die maßgeblich für die "Kodierung" von Gerüchen im Riechkolben verantwortlich ist. Sie entdeckten eine große Genfamilie, die ca. 1000 unterschiedliche Gene umfasst, welche jeweils für einen spezifischen Geruchsrezeptor kodieren. Sie konnten weiterhin nachweisen, dass diese Rezeptoren derart im Riechkolben verschaltet sind, dass jedem Molekül ein eindeutiges, individuenübergreifendes Aktivitätsmuster zugewiesen werden kann.
Trotz des Wissens um die Existenz eines solchen kombinatorischen Codes
ist die eigentliche "Kombinatorik" des Riechsinnes weiterhin kaum
verstanden. Marianne Jacob untersucht in ihrer Bachelorarbeit (CLS)
eine große Datenbank, die hunderte solcher Aktivitätsmuster umfasst,
auf genau diese Zusammenhänge und versucht eine Zerlegung der Muster in
systembeschreibende Basismuster.
Wie zuverlässig können wir anhand solcher Aktivierungsmuster
vorhersagen, was für chemische Eigenschaften und was für einen Geruch
ein ansonsten unbekannter Riechstoff besitzt?
Können wir Bereiche im Riechkolben angeben, welche - in Kombination
aktiviert - die Wahrnehmung einer bestimmten Geruchsqualität auslösen?
Zeit: Freitag, den 13. Juli 2007, 12 Uhr c.t.
Ort: Institut für Neuro- und Bioinformatik
Seminarraum (1. OG, Raum 17),
Ratzeburger Allee 160 (Geb. 64, 1. OG)

