Nichtlineare visuelle Neurone und die Statistik natürlicher Szenen
INB Lunch-Seminar
Nichtlineare visuelle Neurone und die
Statistik natürlicher Szenen
Dr. Christoph Zetzsche
Arbeitsgruppe Kognitive Neuroinformatik,
Universität Bremen
Lineare Filtermechanismen können die statistischen Redundanzen der natürlichen Umwelt nur begrenzt ausnutzen. Nichtlineare Operationen sind im visuellen Cortex allgegenwärtig, aber ihre Funktion und ihr Verhältnis zur Bildstatistik sind bislang nur unvollständig verstanden.
Wir untersuchen diese
Fragestellungen mit einer Reihe sich ergänzender
Methoden. Wir verwenden multivariate Wavelet-
Statistiken
und nichtlineare Koordinatentransformationen im
Zustandsraum, nichtüberwachtes Lernen in
Multi-Layer-
Netzwerken, und Spektren höherer
Ordnung (Polyspektren) und Volterra-Wiener-Systeme
(Review in J. Electron. Imaging 10, 56-99). Wir
untersuchen damit kortikale Nichtlinearitäten von
Komplex-Zellen, die "cortical gain control" und
"endstopping" und andere Eigenschaften des
extra-klassischen rezeptiven Felds.
Es ergibt sich
auch eine nichtlineare Perspektive auf die
"overcomplete basis" im visuellen Kortex. Als
grundlegendes Konzept für das Verständnis der
Statistik natürlicher Szenen und der nichtlinearen
kortikalen Informationsverarbeitung erweisen sich
UND-Kombinationen von Ortsfrequenzkomponenten.
Zeit: Freitag, den 24. Juni 2005, 12 Uhr c.t.
Ort:
Institut für Neuro- und Bioinformatik
Seminarraum (1. OG, Raum 17),
Ratzeburger Allee 160 (Geb. 64, 1. OG)

