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Institut für Neuro- und Bioinformatik

Direktor: Prof. Dr. rer. nat. Thomas Martinetz

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Nichtlineare visuelle Neurone und die Statistik natürlicher Szenen

erstellt von Judith Berger zuletzt verändert: 06.12.2007 16:07

INB Lunch-Seminar


Nichtlineare visuelle Neurone und die

Statistik natürlicher Szenen



Dr. Christoph Zetzsche
Arbeitsgruppe Kognitive Neuroinformatik,
Universität Bremen



Lineare Filtermechanismen können die statistischen Redundanzen der natürlichen Umwelt nur begrenzt ausnutzen. Nichtlineare Operationen sind im visuellen Cortex allgegenwärtig, aber ihre Funktion und ihr Verhältnis zur Bildstatistik sind bislang nur unvollständig verstanden.


Wir untersuchen diese Fragestellungen mit einer Reihe sich ergänzender Methoden. Wir verwenden multivariate Wavelet-
Statistiken und nichtlineare Koordinatentransformationen im Zustandsraum, nichtüberwachtes Lernen in Multi-Layer-
Netzwerken, und Spektren höherer Ordnung (Polyspektren) und Volterra-Wiener-Systeme (Review in J. Electron. Imaging 10, 56-99). Wir untersuchen damit kortikale Nichtlinearitäten von Komplex-Zellen, die "cortical gain control" und "endstopping" und andere Eigenschaften des extra-klassischen rezeptiven Felds.


Es ergibt sich auch eine nichtlineare Perspektive auf die "overcomplete basis" im visuellen Kortex. Als grundlegendes Konzept für das Verständnis der Statistik natürlicher Szenen und der nichtlinearen kortikalen Informationsverarbeitung erweisen sich UND-Kombinationen von Ortsfrequenzkomponenten.



Zeit: Freitag, den 24. Juni 2005, 12 Uhr c.t.

Ort: Institut für Neuro- und Bioinformatik
        Seminarraum (1. OG, Raum 17),
        Ratzeburger Allee 160 (Geb. 64, 1. OG)


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