Die isotrope lokale Phase in der Bildverarbeitung
Vorträge
Die isotrope lokale Phase in der Bildverarbeitung
Dr.-Ing. Michael Felsberg
Computer Vision Laboratory
Linköping University
Die lokale Phase stellt ein leistungsfaehiges Konzept der Bildverarbeitung fuer Parameterschaetzung und Merkmalsdetektion dar. Phasenbasierte Ansaetze finden sich z.B. in der Interferometrie, der Kantendetektion und der Disparitaetsschaetzung. Leider sind die bekannten Verfahren zur Phasenschaetzung in 2D Signalen in vielerlei Hinsicht unzureichend. Insbesondere sind die meisten Verfahren orientierungsabhaengig, d.h. die Phase wird nicht isotrop geschaetzt. Rotationsinvariante Verfahren, beispielsweise durch steuerbare Filter, weisen eine relativ hohe Berechnungskomplexitaet auf, die sie fuer viele Verfahren untauglich werden laesst.
In meinem Vortrag werde ich aus der Betrachtung der
Defokussierung in einer idealisierten
Abbildungsgeometrie einen linearen, nicht-Gausschen
Skalenraum ableiten. Die Anwendung der
Kontinuitaetsgleichung liefert im 1D Fall die
Hilberttransformation als Loesung fuer den Zusammenhang
zwischen dem Signal im Skalenraum und dem Signalfluss. Die
entsprechende Loesung fuer den 2D Fall ist durch die
Riesztransformation gegeben, welche die
Hilberttransformation bei der Bildung des 2D analytischen
Signals ersetzt. Das resultierende monogene Signal weist
ein vektorwertiges Phasenkonzept auf, welches weitreichende
hat.
Ferner werde ich in meinem Vortrag auf Erweiterungen des
monogenen Signals eingehen, die intrinsisch 2D Signale
adaequat behandeln. Neben dem rein lokalen Ansatz des
Struktur-Multivektors, welcher die Eigenschaften des
Strukturtensors mit denen des analytischen verknuepft,
gebe ich einen Ausblick ueber zukuenftige, eher
statistisch motivierte Arbeiten auf dem Gebiet.
Zeit: Dienstag, den 4. Juni 2002, 16 Uhr c.t.
Ort:
Institut für Neuro- und Bioinformatik
TZL, Seelandstr. 1a, Geb. 5
Seminarraum OG.3

